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KW 30  31.07.2010  10:50
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Neue Löschgruppenfahrzeuge in der praktischen Ausbildung

Neben dem erst jüngst vorgestellten Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Einsatzleitung zieren seit Mitte Mai ebenfalls zwei neue Löschfahrzeuge das Bild der Landesfeuerwehrschule. Die beiden baugleichen Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 (nach Norm DIN 14530 Teil 5) haben die bisherigen Fahrzeuge LF 8/6 und TSF-W nach ihrer über 15-jährigen Dienstzeit im praktischen Ausbildungsbetrieb abgelöst.


Eines der neuen LF 10/6
Die Löschfahrzeug sind auf Straßenfahrgestellen vom Typ DAIMLER-CHRYSLER ATEGO 816 F mit einem 115 KW (156 PS) EURO 5 Dieselmotor aufgebaut. Ein automatisiertes 6-Gang Schaltgetriebe sorgt für die nötige Kraftübertragung und entlastet zugleich auf komfortable Weise den Fahrer. Der kurze Radstand von 3320 mm verleiht den Fahrzeugen zudem eine gute Wendigkeit.

Den feuerwehrtechnischen Aufbau der Fahrzeuge führte die Firma Albert Ziegler in Giengen durch. Dabei wurden neben einer großräumigen Mannschaftskabine aus GFK ein ALPAS-Aufbau mit 4 tiefgezogen Geräteräumen montiert. Darin eingebaut wurde eine Feuerlöschkreiselpumpe vom Typ FPN 10/1000, eine Schnellangriffeinrichtung mit 50 m formstabilem Schlauch sowie ein Lichtmast.

Zu der für ein LF 10/6 üblichen Standardbeladung (nach Tabelle 1 der Norm) führen beide Fahrzeuge die Zusatzbeladungsmodule A: Motorsäge, B: Strom, C: Beleuchtung, E: Schiebleiter, G: Technische Hilfeleistung und I: Überdruckbelüfter (alle nach Tabelle 2 der Norm) mit. Mit dieser umfangreichen Beladung, die sich aufgrund der niedrigen Fahrzeughöhe und der Bordwandklappen relativ leicht entnehmen lässt, bringt es jedes Fahrzeug einschließlich des 800 l-Löschwasserbehälters auf eine Gesamtmasse von knapp 8600 kg. Standards und auch Neuerungen, welche sich für den Löscheinsatz und die Technische Hilfe z.B. aus den Feuerwehrdienstvorschriften sowie Standard-Einsatzregeln ableiten lassen, waren in die vorangegangene Planung zur Fahrzeugneubeschaffung mit eingeflossen. Technische Lösungen wie z.B. ein „Schnellangriffs-Verteiler“ oder Hohlstrahlrohre (als Ersatz für CM-Strahlrohre) aber auch „Kleinigkeiten“ wie Brandfluchthauben sowie eine Atemschutzüberwachungstafel findet man deshalb selbstverständlich auf den Fahrzeugen wieder.

Das Konzept, welches hinter diesen beiden kleineren und doch universell einsetzbaren Fahrzeugen steht, wird sich voraussichtlich in der überarbeiteten Fassung der Norm DIN 14530-5 unter dem Begriff Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10/6 wiederfinden lassen. Damit stehen den Lehrgangsteilnehmerinnen und –teilnehmern an der Landesfeuerwehrschule schwerpunktmäßig in der Gruppenführungsausbildung zukünftig zwei schlagkräftige Einsatzfahrzeuge für die praktische Umsetzung ihrer Führungsentscheidungen zur Verfügung.

Kay Andersen
Dezernatsleiter Technik

 

                 Die beiden baugleichen Fahrzeuge

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