Das Innenministerium Schleswig-Holstein informiert

Gerhard Brüggemann
Leiter des Referats
Feuerwehrwesen,
Katastrophen-
und Zivilschutz im
Innnenministerium
Schleswig-Holstein
Seit gut einem halben Jahr arbeitet das Referat Feuerwehrwesen, Katastrophen- und Zivilschutz in der neuen fachlichen und personellen Zusammensetzung. Im wahrsten Sinne des Wortes hat das Referat Gesicht bekommen. Für die Zusammenarbeit ist es immer gut zu wissen, wer was tut. Dafür gibt es einen Geschäftsverteilungsplan. Das Was wird um vieles leichter, wenn Sie wissen, Wer was tut. Dies erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern in vielen Fällen auch das Verständnis. Die Erfahrungen der letzten Monate machen mir für die Zukunft viel Mut.
Zukunft ist eines der Stichworte, das uns neben der täglichen Routine besonders fordert. Die Veränderungen, die sich sowohl für das Feuerwehrwesen und den Katastrophenschutz nicht nur in Schleswig-Holstein abzeichnen, erfordern viel Aufmerksamkeit und auch Gestaltungswillen. Einigen der Themen haben wir uns bereits angenommen. Dies im stillen Kämmerlein zu tun, wäre falsch und kann nicht zu den Lösungen führen, die wir anstreben. Deshalb habe ich mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen wir im Dialog gemeinsam nach Lösungen suchen.
So erarbeiten wir derzeit gleichermaßen Skizzenpapiere für das Feuerwehrwesen und den Katastrophenschutz, in denen wir zentrale Problemstellungen identifizieren und mögliche Lösungswege formulieren. Auch, wenn Projekt- und Staborganisationen zwischenzeitlich zu alltäglichen Arbeitsmethoden wurden, unterliegt die Führungsorganisation in Großschaden- und Katastrophenlagen besonderen Bedingungen. Die dynamische Führungsorganisation in Schleswig-Holstein hat sich bewährt. Trotzdem ist es sinnvoll, auch hier zu prüfen, welche Auswirkungen die sich ändernden organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen haben. Großschadenlagen und Katastrophen kennen keine Grenzen, und in Zeiten knapper Ressourcen kommt auch der gebietsübergreifenden Hilfe eine stärkere Bedeutung zu. Zumal die norddeutschen Länder übereinstimmend vergleichbaren oder identischen Gefahren unterliegen. Deshalb erarbeiten wir Grundlagen für einen Führungskräftepool, um bei länderübergreifenden Unterstützungsanforderungen diese wirkungsvoll und effektiv erfüllen zu können. Bekanntlich ist alle Theorie grau. Mit einer ersten länderübergreifenden Fortbildung für Führungskräfte der norddeutschen Ausbildungseinrichtungen der Feuerwehren wurde ein praktischer Grundstein gelegt, der in Zukunft zu einem tragfähigen Fundament weiterentwickelt wird.
Der eigentliche Wert des Katastrophenschutzes ist nicht die fachliche Fähigkeit einzelner Aufgabenbereiche, sondern deren interdisziplinäres Zusammenwirken auch der unterschiedlichen Führungsebenen. Dies weiter zu trainieren, wird Ansatz eines neuen Ausbildungsansatzes für die jährlichen Planungsseminare der unteren Katastrophenschutzbehörden sein, in denen künftig der Führungsstab des Innenministeriums mitwirken wird.
Somit gibt es eine Vielzahl spannender aber auch arbeitsintensiver Themen, bei denen ich mir sicher bin, dass wir diese gemeinsam zum Erfolg führen werden.
Herzliche Grüße
Ihr
Gerhard Brüggemann
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