Notruf 112...

Gerhard Brüggemann
Schulleiter
… die Arbeitsgruppe „Alarm- und Ausrückeordnung“ schloss ihre knapp zweijährige Arbeit ab und stellte ihrer Arbeitsergebnisse am 29. April 2011 dem Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Klaus Schlie, sowie der Leiterin der Abteilung Kommunale Angelegenheiten, Ordnungsrecht, Wahlen und Sport, Frau Söller-Winkler und dem Leiter des Referates Feuerwehrwesen; Herrn Hans Schönherr, vor.
Dieses Programm wird für Sie ab 15. Juni 2011 auf der Internetseite der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein als Bestandteil der Feuerwehrbedarfsplanung verfügbar sein.
Die Alarm- und Ausrückeordnung übernimmt die Daten aus Ihrem Feuerwehrbedarfsplan und schlägt Ihnen auf der Grundlage der Risikopunkte Ihres Ausrückebereiches eine Planungstiefe vor, die von Ihnen den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst werden muss. Als Mindeststandard müssen Sie eine Planung sicherstellen, die dem Schutzziel der Feuerwehren - dem kritischen Wohnungsbrand - entspricht, der ohnehin Ihrem Feuerwehrbedarfsplan zugrundeliegt.
Mit der Alarm- und Ausrückeordnung erhalten Sie ein Instrument, mit dem Sie in Ihrer Gemeindefeuerwehr aber auch im Bereich der gemeindeübergreifenden Hilfe Planungen und mögliche Alternativen entwickeln und ausprobieren können. Dass dies notwendig ist, zeigen die aktuellen Entwicklungen beispielsweise in der Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften und Funktionen.
Leider konnten noch nicht alle Fragen der Schnittstellen zu den Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstellen abschließend geklärt werden; ich bin aber zuversichtlich, dass diese in der nächsten Zeit erfolgreich geklärt werden können.
Wie auch beim Feuerwehrbedarfsplan handelt es sich bei der Alarm- und Ausrückeordnung zunächst um eine Beta-Version, die mit Hilfe Ihrer Anregungen und Vorschläge weiterentwickelt werden soll.
Ganz besonders danke ich den Mitgliedern dieser Arbeitsgruppe, die über einen Zeitraum von nunmehr fünf Jahren zusätzlichen zu ihren beruflichen, familiären und ehrenamtlichen Verpflichtungen mit dem Feuerwehrbedarfsplan und der Alarm-und Ausrückeordnung für Sie Arbeitsinstrumente entwickelten, die sowohl in ihrer Konzeption als auch technischen Aufbereitung beispielhaft sind. Nutzen Sie diese Arbeitsinstrumente und schätzen Sie, was die Mitglieder in mühevoller Denk- und Konzeptionsarbeit für Sie geleistet haben.
Mit diesem Notruf verabschiede ich mich von Ihnen als Leiter der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein. Aus einer zunächst für zweieinhalb Jahre angelegten personellen Übergangslösung wurde für mich eine zehnjährige Aufgabe, die mir unendlich viel Freude bereitet hat. Ich habe in diesen Jahren an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein nicht nur bei meinen Begrüßungen und Verabschiedungen, sondern auch in vielen Pausengesprächen und bei Veranstaltungen die Feuerwehr von ihrer besten Seite kennengelernt. Sie waren Kritiker, haben aber vielmehr die Arbeit der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein mit Interesse, Wohlwollen und in unzähligen Arbeitsgruppen tatkräftig unterstützt.
Dafür danke ich Ihnen; ich danke Ihnen auch für viele persönliche Erinnerungen an eine schöne, abwechslungs- und erfolgreiche Zeit, von der mir viele Erinnerungen bleiben. All dies wäre ohne die Unterstützung, eine vielfache Mehrarbeit und das große persönliche Engagement aller Kolleginnen und Kollegen an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein so nicht möglich gewesen, auch Ihnen gebührt dafür mein besonderer Dank.
Mit der Hoffnung auf die Ursprungsbedeutung dies Wortes
auf Wiedersehen
Gerhard Brüggemann
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